Die Abhängigkeit Europas von kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden, Gallium und Germanium wächst und stellt ein wirtschaftliches sowie geopolitisches Sicherheitsrisiko dar. Besonders Österreich ist aufgrund seiner exportorientierten Industrie und globalen Lieferketten verwundbar. Bisherige Maßnahmen wie Importdiversifizierung, heimische Förderung und Recycling reichen nicht aus, um die Abhängigkeiten wirksam zu reduzieren.
Die Studie von ASCII und dem KONTEXT Institut analysiert erstmals systematisch die Risiken für Europa und Österreich und zeigt: Der wirksamste Hebel liegt in einer umfassenden Kreislaufwirtschaft. Neben Recycling braucht es weniger Rohstoffverbrauch, langlebigere Produkte, Wiederverwendung, höhere Materialeffizienz und den Einsatz zirkulärer Alternativen. Diese Ansätze wurden bislang politisch unterschätzt.